14. Januar 2018
Bernhard Schlink schreibt auf der Rückseite des neuen Buches von Kent Haruf, der letztes Jahr mit "Unsere Seelen bei Nacht" einen Überraschungsbestseller gelandet hat: "Für mich ist er einer der großen amerikanischen Schriftsteller." Das kann ich nach der Lektüre von Lied der Weite gut verstehen. Kent Haruf ist leider 2014 verstorben. Er hat insgesamt sechs Romane geschrieben, die alle in dem fiktiven Ort Holt, Colorado, spielen. Im Zentrum seines Romans Lied der Weite stehen sieben...
12. Januar 2018
Auf Bücher von Bernhard Schlink freue ich mich immer besonders, da ich seinen schnörkellosen Erzählstil sehr schätze. Umso schöner, dass der Diogenes-Verlag mir den neuen Roman schon vorab zur Verfügung gestellt hat. Vielen herzlichen Dank! Heute kommt also nun Olga in die Buchhandlungen. Der Roman erzählt die Geschichte von Olga Rinke in einer Zeitspanne vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 21. Jahrhunderts. Im ersten Teil erfahren wir von Olgas Kindheit, die sie nach dem Tod...
22. Dezember 2017
Wir starten das neue Jahr mit einem alten Bekannten: Der Manesse Verlag hat eine Reihe von Klassikern in bibliophilen Neuauflagen herausgebracht. Darunter auch Gullivers Reisen, welches ich netterweise als Leseexemplar erhalten habe. Vielen Dank an den Verlag dafür! Die Ausgabe wurde anlässlich des 350. Geburtstages am 30.11.2017 veröffentlicht und erweitert damit die Reihe der Manesse Bibliothek, die zum Beispiel auch Frankenstein oder Jenseits von Afrika umfasst. Das Büchlein ist mit 15...
19. Dezember 2017
Sehnsüchtig von allen Sherlock-Fans erwartet, liegt nun pünktlich vor Weihnachten der 3. Fall aus der BBC-Serie Sherlock als Manga vor. Wie schon bei den ersten beiden Mangas (siehe unserer Rezensionen dazu: Fall 1 / Fall 2) hält sich der Comic komplett an das Drehbuch der Serie. In "Das große Spiel" wird Sherlock Teil eines extra perfiden Plans eines fiesen Schurken: innerhalb einer bestimmten Zeit, muss der Criminal Consultant einen Mord aufklären, sonst fliegt ein unschuldiges Opfer in...
18. Dezember 2017
Tyll ist mein perönliches Lieblingsbuch 2017! Berührende Figuren, eine Freude es zu lesen und eine wundervolle Erzählung über den Tanz auf dem Seil des Lebens und die Kraft der Illusion. Daniel Kehlmann hat mich mit „Die Vermessung der Welt“ schon begeistert, aber mit Tyll ist ihm meiner Meinung nach ein brillantes Werk gelungen, das in Deutschland seines gleichen sucht. Große Worte, aber so ist meine persönliche Empfindung. Daniel Kehlmann versetzt Till Eulenspiegel, der hier Tyll...
17. Dezember 2017
Als erstes ist da das Cover, das mich sofort angesprochen hat: Die beiden ineinander verschränkten Hände, die gleichzeitig Waffen darstellen, ist extrem gut gelungen. Schwarz/weiß, Kapitalismus/Kommunismus, Ost/West, gut/böse finden bereits im Bild des Umschlags ihre Symbolik. Der erste Satz des Romans „Ich bin ein Spion, ein Schläfer, ein Maulwurf, ein Mann mit zwei Gesichtern.“ hat mich sofort ins Buch gezogen und neugierig gemacht. Viet Thanh Nguyen lässt seinen namenlosen...
05. Dezember 2017
Pip Bartlett ist ein neunjähriges Mädchen, das in Atlanta, USA lebt. Der große Unterschied zu unserer Welt: es wimmelt nur so von magischen Tieren, mit denen Pip sprechen kann. Sozusagen ein weiblicher Dr. Dolittle für magische Tiere. Wie auch beim älteren literarischen Vorbild (das ich mit meiner Tochter jetzt auch unbedingt mal lesen muss) kann diese Gabe auch einmal zum Fluch werden. Pip kann „Gottfried Higgelsteins Handbuch der magischen Tiere“ auswendig, in dem alle Tierarten...
04. Dezember 2017
In diesem Jahr erschien der Roman „Ein Leben mehr“ von Jocelyn Saucier als Taschenbuch und hat mich daran erinnert, wie sehr ich den bereits vor zwei Jahren erschienenen Roman damals mochte. Es wird die Geschichte dreier alter Männer erzählt, die sich für ein einfaches, hartes, aber freies Leben in die Wälder Nordkanadas zurückgezogen haben. Die jeder in einer eigenen Hütte fern von den Errungenschaften des 20. Jahrhunderts ein glückliches, selbstbestimmtes Leben führen - bis eines...
27. November 2017
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin ja eher so eine chaotische Hausfrau. Frei nach dem Motto „Ich habe das Gefühl, ich müsste das Haus putzen. Also habe ich so lange gelesen bis das Gefühl vorüber war.“ ;-) Außerdem dekoriere ich sehr gerne, was eigentlich ziemlich unpraktisch ist, wenn man nicht gern putzt. Immer mal wieder schaffen es daher Einrichtungsbücher im engeren und weiteren Sinne in meine Buchsammlung. Neulich griff ich zu dem oben erwähnten Bildband mit dem...
20. November 2017
Am heutigen Tag die Rezension zu „Leere Herzen“, dem neuen Roman von Juli Zeh zu schreiben, verursacht mir Gänsehaut, befinden wir uns in ihrer Dystopie im Deutschland des Jahres 2025, in dem die BBB – die Besorgte-Bürger-Bewegung – die Regierung übernommen hat und Angela Merkel abgewählt wurde. Ein Szenario, dass nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen geradezu beängstigend ist, zumal Julie Zehs BBB auch AFD heißen könnte. Der düstere Thriller ist ein Buch, in dem das...

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