Artikel mit dem Tag "Gesellschaftsroman"



Gesellschaftsroman · 27. Juli 2018
Endlich habe ich es geschafft, den Erfolgsroman von Juli Zeh zu lesen (in der Taschenbuchausgabe, die es seit Ende letzten Jahres gibt und die uns der btb-Verlag netterweise zur Verfügung gestellt hat). Die Story ist schnell erzählt: Ein kleines Dorf in Brandenburg soll zum Standort eines Windparks werden. Darüber erhitzen sich die Gemüter und alte Wunden zwischen den alteingesessenen Dorfbewohnern brechen wieder auf. Die Zugezogenen verfolgen ihre eigenen Interessen und Ziele, sei es einen...

Gesellschaftsroman · 02. April 2018
Smita – Giulia – Sarah – Indien – Italien – Kanada: Drei Frauenschicksale auf drei verschiedenen Kontinenten, deren Lebenswege sich miteinander verbinden, ohne dass sie davon je erfahren werden. Da ist die unberührbare Smita, die mit ihrer Tochter und ihrem Mann in einem Dorf in Indien lebt und als Scavenger arbeitet. Scavenger, das sind Menschen, die mit bloßen Händen die Plumpsklos der höheren Kasten säubern müssen. Eine unfassbare Vorstellung, jeden Tag zu einer solchen...

Klassiker · 04. Februar 2018
Im letzten Jahr haben wir unseren Leserinnen und Lesern bereits „Die Kostbarkeiten von Poynton“ aus der Feder von Henry James ans Herz gelegt. Heute stellen wir die romantische Komödie „Die Europäer“ vor, die ca. 1850 in den USA, genauer gesagt in Boston spielt. Der Penguin Verlag hat im Dezember letzten Jahres das Taschenbuch herausgebracht. Im Manesse-Verlag gibt es den Klassiker auch im Schmuckband. Das Geschwisterpaar Eugenia und Felix reisen aus dem fernen Europa an, um ihre...

Gesellschaftsroman · 14. Januar 2018
Bernhard Schlink schreibt auf der Rückseite des neuen Buches von Kent Haruf, der letztes Jahr mit "Unsere Seelen bei Nacht" einen Überraschungsbestseller gelandet hat: "Für mich ist er einer der großen amerikanischen Schriftsteller." Das kann ich nach der Lektüre von Lied der Weite gut verstehen. Kent Haruf ist leider 2014 verstorben. Er hat insgesamt sechs Romane geschrieben, die alle in dem fiktiven Ort Holt, Colorado, spielen. Im Zentrum seines Romans Lied der Weite stehen sieben...

Klassiker · 20. Oktober 2017
Der Grund, warum hier längere Zeit keine neue Rezension zu finden war, liegt in diesem monumentalen, 968 Seiten Klassiker aus dem Jahre 1928, durch den ich mich mit großem Vergnügen gelesen habe. „Boston“ wurde im Manesse-Verlag neu übersetzt. Das Werk ist keine Biografie der wohlhabendsten Stadt der USA, sondern die romanhafte Aufarbeitung zweier zum Tode Verurteilter, deren Hinrichtung weltweit für Empörung gesorgt hat. Upton Sinclair war selber einer der Aktivisten, die versucht...

Klassiker · 21. August 2017
Das in Deutschland weniger bekannte Werk von Henry James wurde vom Manesse-Verlag im Juni neu aufgelegt. Henry James lebte 1843 bis 1916 und wurde in New York geboren. „Die Kostbarkeiten von Poynton“ spielt allerdings in England, da der Autor Zeit seines Lebens gerne gereist ist. Vor allem nach Europa zog es den Kosmopolit. Bei Manesse sind u.a. die bekannten Werke „Die Europäer“ und „Washington Square“ erschienen. Falls Sie sich fragen, ob es der Henry James ist, der in Notting...