Artikel mit dem Tag "USA"



Thriller · 17. Dezember 2018
Jack Reacher ist Actionheld, und was für einer. Er reiht sich ein in die 1. Liga der harten Kerle in der Literatur wie Jason Bourne oder Jack Ryan. Lee Child schreibt seit 20 Jahren jedes Jahr mit großem Erfolg einen neuen Roman über seinen Ex-Militärpolizisten, der inzwischen durch die USA tingelt und immer wieder knifflige Fälle lösen muss. Jack Reacher ist 1,90 m, ein Bulle von einem Mann mit vernarbtem Gesicht, der allein durch sein Äußeres einzuschüchtern vermag (umso...

Thriller · 17. September 2018
Mit „Shutter Island“ und „Mystic River“ im Kopf, habe ich den neuen Psychothriller von Dennis Lehane zu lesen angefangen. „An einem Dienstag im Mai, im Alter von sechsunddreißig Jahren, erschoss Rachel ihren Mann.“ – ist der rasante Beginn der Geschichte. Die Story entwickelt sich dann aber unerwartet langsam und kommt eher als Familienroman/ Charakterstudie daher: Rachel Childs macht sich nach dem Tod ihrer dominanten Mutter, Evelyn Childs, auf die Suche nach ihrem Vater, da...

Belletristik · 10. September 2018
Während ich den neuen Roman von Isabel Allende lese, kann man meinem Gesicht unterschiedlichste Gefühlsregungen entnehmen, zu dem der Mensch fähig ist: ich lächle versonnen vor mich hin, wenn Lucia und Richard umeinander kreisen, bekomme eine Zornesfalte, wenn ich über die Flucht der Menschen aus Lateinamerika in die USA lese, muss mit den Tränen kämpfen, wenn sich die Schicksale der drei Menschen ausbreiten, mit deren Hilfe Isabel Allende ihren neuen Roman erzählt. „Ein...

Belletristik · 23. Juli 2018
Schauplatz dieses Debütromans der 39jährigen Autorin Emily Fridlund aus den USA sind die riesigen Wälder Minnesotas mit ihren fischreichen Seen und ihren harten Wintern. „In diesem Jahr brach der Winter über uns zusammen. Erschöpft ging er in die Knie und blieb dort.“ (S. 16) Dieses Buch hat mich sprachlich und inhaltlich beeindruckt. Emily Fridlund schreibt lyrisch ohne dabei Schönheit zu beschreiben, sie findet Bilder für Natur, Menschen und ihr Verhalten, die beeindrucken. Sie...

Krimi · 30. März 2018
Noch ein Drehbuchautor, der unter die Krimiautoren gegangen ist und sein Debüt vorgelegt hat. Wieder geht es in die USA und wieder gibt es einen echten Fall, der fiktiv aufgearbeitet wurde. „The Axeman“ ist ein Serienkiller, der 1919 im Schmelztiegel des Südens mit seinem Jazz, der Kultur der Cajuns und Kreolen sowie dem Okkulten des Voodoo, sein Unwesen treibt. Ray Celestin lässt drei Ermittler in seinem Krimi den Axeman verfolgen: Detective Michael Talbot, Ida, Sekretärin bei der...

Gesellschaftsroman · 14. Januar 2018
Bernhard Schlink schreibt auf der Rückseite des neuen Buches von Kent Haruf, der letztes Jahr mit "Unsere Seelen bei Nacht" einen Überraschungsbestseller gelandet hat: "Für mich ist er einer der großen amerikanischen Schriftsteller." Das kann ich nach der Lektüre von Lied der Weite gut verstehen. Kent Haruf ist leider 2014 verstorben. Er hat insgesamt sechs Romane geschrieben, die alle in dem fiktiven Ort Holt, Colorado, spielen. Im Zentrum seines Romans Lied der Weite stehen sieben...

Klassiker · 20. Oktober 2017
Der Grund, warum hier längere Zeit keine neue Rezension zu finden war, liegt in diesem monumentalen, 968 Seiten Klassiker aus dem Jahre 1928, durch den ich mich mit großem Vergnügen gelesen habe. „Boston“ wurde im Manesse-Verlag neu übersetzt. Das Werk ist keine Biografie der wohlhabendsten Stadt der USA, sondern die romanhafte Aufarbeitung zweier zum Tode Verurteilter, deren Hinrichtung weltweit für Empörung gesorgt hat. Upton Sinclair war selber einer der Aktivisten, die versucht...